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Zigarren für Einsteiger gibt es viele

Viele fragen immer nach „den“ Zigarren für Anfänger, aber diese gibt es nicht. Doch man kann sagen, dass eine besonders milde Zigarre sich sehr gut eignet sich in die Materie zu qualmen. Mild bedeutet aber nicht, dass alle milden Zigarren gleich schmecken oder nicht geschmackvoll sind. Wir stellen in diesem Blogartikel einige Zigarren-Kandidaten vor, welche nicht nur mild sind, sondern dem Geschmack von Anfängern besonders nahe kommen. Was nicht automatisch bedeuten soll, dass man sie als Profi nicht mehr rauchen darf. Schritt für Schritt kann man sich nun an neue Sorten und auch stärkere Varianten wagen um am Ende ein echter Aficionado zu werden.

Die Herkunft der Zigarren für Anfänger

Gerade für Anfänger und Einsteiger (Nicht-Raucher und Umsteiger) ist die Auswahl der vielen Herkunftsländer und unterschiedlichen Sorten nicht zu überblicken. Man kann auch nicht sagen, dass es Anbaugebiete gibt, aus denen nur milde Zigarren stammen. Dennoch gibt es bekannte Zigarren, die in Frage kommen. Wer sich mit der Herstellung von Zigarren ein wenig auseinandergesetzt hat, der wird feststellen, dass häufige Anbaugebiete für Zigarren-Tabak die folgenden sind:

  • Nordamerika
  • Mittel – und Südamerika
  • Europa
  • Afrika
  • Asien

Auch hier ist die Auswahl immer noch viel zu groß, um sich als Anfänger ein Bild zu machen. Daher kommen jetzt ein paar Empfehlungen milder Zigarren aus bestimmten Ländern. Die Herkunftsangabe bezieht sich dabei nicht ausschließlich auf das Anbaugebiet des Tabaks, sondern auf den Herstellungsort. Einige Tabaksorten für die Zigarren werden in den Ländern selbst angebaut, andere zur Fertigung importiert:

Herkunft – HerstellungsortZigarren-Name
BelgienJ. Cortes High Class, Neos Feelings Mango
BrasilienMarca Fina Brazil Churchill, Balmoral Sumatra Shetlands
CanarenEl Sitio Corona (Achtung Stärke Medium!)
Costa RicaBrun del Ré Premium Churchill, Brun del Ré Premium Robusto
DänemarkNobel Petit Sumatra, Nobel Petit Arome Filter
DeutschlandVasco da Gama Capa de Oro Zigarillo, Altes Handwerk Coronas No. 116 Brasil
Dominikanische RepublikDalay Natural Super Gordo, Don Diego Robusto, Blanco Classic Candela, Griffins Robusto, Maravilla Edicion Limitada Corona, Zino Platinum Scepter Pudge
EcuadorMarca Fina Ecuador Colosales, Pinar Tabacos Anejados Rothschild
HollandDe Olifant Matelieff Imperial, De Olifant Valentyn
HondurasFlor de Selva Petit Corona, Rocky Patel Vintage Connecticut 1999 Deluxe Toro Tube, Thomas Hinds Short Churchill
IndonesienC. Mendoza Petit Cetros Sumatra, C. Mendoza Pepitos Sumatra
ItalienToscano Antica Riserva
KolumbienChicamocha Churchill
KubaRafael Gonzalez Petit Piramides Edicion Regionales Alemania 2013, El Rey del Mundo Demi Tasse
MexikoSanta Clara Robusto, Santa Clara No.VI
NicaraguaCasa Culinaria Green Robusto, Brick House Teaser
PanamaHernandez y Ruiz Robusto, Campo Verde Fair Trade Robusto
PhilippinenFlor de Filipinas Shortfiller Slim Panetela, Flor de Filipinas Shortfiller Half Corona
SpanienEdicion Canarias Robusto (Achtung Stärke Medium!)

Auffällig ist: Besonders aus Holland und Mexiko kommen viele milde Zigarren. Die meisten Zigarren aus Italien und Spanien sind besonders stark. Hier ist es schwierig milde Sorten zu finden. Auch aus Kuba kommen in der Regel keine milden Sorten, hier findet man eher mittelstarke bis sehr kräftige Sorten. Noch stärker wird es in Kolumbien. Aus Indonesien direkt scheint kein Zigarrenhändler zu importieren. Die Herstellungsländer sind hier immer andere. Gerade aus der Dominikanischen Republik kommen viele Zigarren, die für Anfänger in Frage kommen – Honduras erfreuen den Einsteiger. Das hervorragende Klima sorgt für sehr milde bis mittelkräftige Tabakblätter. Die Behauptung, dass aus der Dominikanischen Republik nur milde Sorten kommen ist ein Gerücht. Auch hier gibt es starke Zigarren.

Longfiller

Besonderheiten der einzelnen Zigarren und Aromen

Auch wenn wir uns heute auf milde Zigarren konzentrieren, so unterscheiden sich die einzelnen Zigarren dennoch im Geschmack. Markant kann eine gewisse Schärfe, eine besondere Würze oder ein tolles Aroma sein. Aromen können hierbei von erdig, holzig, über nussig, pfeffrig, fruchtig bis hin zu Kaffee-, Lakritz- oder Grasgeschmack gehen. Wobei man auf zu starke Schärfe wie durch Pfeffergeschmack am Anfang besser verzichten sollte. Für den einen mag es eventuell etwas befremdlich wirken, aber viele besonders leichte und milde Zigarren haben ein leichtes Vanillearoma, was den Genuss besonders cremig macht.

Aromatisierte Zigarren gibt es mit den Geschmacksrichtungen Vanille, Rum, Kirsche und Schokolade.

Besonders die jeweilige Tabakmischung macht überwiegend den späteren Geschmack aus. Sobald man seine eigenen Vorlieben entdeckt hat und sich auch an den „Rausch“ einer guten Zigarre gewöhnt hat, kann man sich weiterentwickeln und neuen Sorten zuwenden. Diese Lernzeit kann recht anspruchsvoll sein, daher sollte man sich auch genügend Zeit lassen. Wenn man sich zu schnell an neue Herausforderungen heranwagt, kann man schnell überfordert sein.

Rauchdauer und Länge

Als Anfänger ist man den Konsum von Zigarren nicht gewöhnt und ähnlich wie bei einem neuen Gericht, welches man noch nie gegessen hat, will man in der Regel erstmal nur probieren. Das ist auch durchaus sinnvoll, denn zu viel auf einmal muss nicht immer angenehm sein. Je länger und dicker die Zigarre ist, desto länger ist die Rauchdauer. Fangt erstmal kürzer an und tastet euch an lange Spezialitäten langsam heran. Raucht nicht zu hastig und lasst euch Zeit.

Wer zu schnell raucht, wird sich über eine zu heiße Zigarre ärgern. Sobald die Zigarre zu heiß wird, schmeckt sie bitter. Dann hilft nur noch Degasieren. Eine gute Rauchdauer liegt bei 30 Minuten. Lange Zigarren mit hoher Rauchdauer von über 120 Minuten sind nichts für Anfänger. Eine zu lange Zigarre kann einen schnell umhauen und einem wie eine Faust in den Magen fahren. Eine Zigarre mit schöner Länge und Dicke ist das Format Robusto. Wählen Sie eine Länge bis 12 cm. Die meisten Zigarrenraucher paffen nur 2/3 der Zigarre, das ist aber keine Grundregel. Man sollte sie solange rauchen, wie sie schmeckt.

Formen

Wer jetzt denkt, dass für einen Einsteiger eine kurze dünne Zigarre die beste Wahl sei, der irrt sich. Besonders dünne Zigarren sind oft sehr stark und vor allem bitter. Hier gilt es eine ausgewogene Dicke die zwischen 1-1,9 cm liegt zu wählen. Ein weiterer Vorteil dieser Dicke ist, dass die Zigarre sich leichter und luftiger raucht. Außerdem brennt sie gleichmäßiger ab, als ein dünnes Exemplar. Auch bei den Formen an sich gibt es Unterschiede, besonders bei Zigarren für Anfänger. Sehr gut geeignet sind Corona, Petit Corona und Robusto. Ein Torpedo-Format ist etwas für Fortgeschrittene und Profis. Die Form entscheidet nämlich auch über das Zugverhalten – das Torpedoformat zieht sich nicht so leichtgängig.

Farbe

Schon an der Farbe kann man auf die Würze der Zigarre schließen. Sicher kann man hier nicht mit 100%iger Gewissheit sagen, wie die Zigarre schmecken wird. Aber ein besonders dunkles Deckblatt ist ein Indiz dafür, dass die Zigarre besonders stark und würzig ist. Je heller und grünlicher das Genussmittel ist, desto weicher und milder wird der Geschmack sein.

Starke Zigarren

Der Preis

Zigarren für Anfänger müssen nicht unbedingt hochpreisig sein. Man muss nicht gleich zu Beginn zu einem Longfiller greifen. Wer allerdings schon vorher Raucher war, der hat eine gewisse Tabak-Erfahrung. Hier kann man sich überlegen, auch etwas mehr zu investieren. Ein Longfiller ist per Hand produziert und in langer mühsamer Handarbeit gefertigt. Wer will, kann sich hieran versuchen. Je mehr Geld ihr investiert, desto besser wird der Tabak sein. Sofern ihr nicht übers Ohr gehauen werdet. Man kann bereits ab 2 Euro eine guter Einsteigerzigarre als Medium- oder Shortfiller erhalten. Ein wenig mehr Investition und man wird auch mit noch besserem Geschmack belohnt.

Fehler beim Zigarre rauchen

Fehler bei der Wahl und dem Rauchen der ersten Zigarre

Hier haben wir nochmal die häufigsten Fehler und Fehlentscheidungen für die erste Zigarre übersichtlich zusammengefasst:

  • zu starkes Aroma
  • zu würzig
  • zu scharf
  • zu schnell geraucht
  • zu lang geraucht
  • zu lange oder zu kurze Zigarre
  • zu dicke oder dünne Zigarre
  • falsche Form
  • zu günstig eingekauft
  • Zigarre ausgehen lassen und wieder entzündet
  • falsches Anschneiden

Fazit zur Einsteigerzigarre

Eine gute erste Zigarre kann einem das Herz stehlen. Eine nicht passende oder schlechte Zigarre kann einem die Pforten zur Welt der Aficionados für immer versperren. Die Zigarre darf kein schlechtes Körpergefühl auslösen und sollte mit Ruhe und Genuss die Geschmacksnerven begeistern. Wer fleißig übt, der wird schnell entdecken wie Form, Dicke, Farbe und Geruch miteinander in Zusammenhang stehen. Experten schmecken oft Geschmacksrichtungen wie Leder oder Erde heraus. Das ist für die meisten Anfänger so erstmal nicht nachvollziehbar. Hierzu ist ein wenig Training notwendig, aber das sollte euch nicht beunruhigen. Wichtiger ist, dass euch der Geschmack, den ihr erlebt, gefällt.

Vorsicht: Wenn die Zigarre erlischt und wieder entzündet wird, hat sie nicht mehr den ursprünglichen Geschmack. Dieser wird nun deutlich verändert sein und gerade Anfänger erfreut dieses Erlebnis häufig nicht. Teer und Kondensat sammeln sich im unteren Teil und sind eine gewöhnungsbedürftige Geschmacksnote. Auch beim Anschneiden werden oft Fehler gemacht. Achtet darauf, dass das Deckblatt nicht beschädigt wird.

Zigarren für Anfänger – welche sind die besten?
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