Das Pfeiferauchen ist wirklich mehr als nur einfach ein Rauchutensil in den Mund zu stecken und anzuzünden. Es gibt viel zu beachten, zu besorgen und zu lernen, bevor man überhaupt seine erste Pfeife rauchen kann. Neben Tabak und einer Pfeife natürlich braucht man zumindest noch Utensilien zum Reinigen  und für die Pflege der Tabakpfeife. Hat man die Grundausrüstung eines Tabakpfeifenrauchers zusammen, geht es das erste Mal ans Lernen. Denn eine Pfeife muss gestopft und dann auch eingeraucht werden. Beim Stopfen einer Tabakpfeife kommt es vor allem darauf an, dass das Zugloch nicht mit Tabak verstopft wird. Dann wird das Rauchen fast unmöglich. Wie ihr eure Tabakpfeife richtig stopft, erklären wir in diesem Beitrag.

Wie stopft man Pfeifen?

Um eine Pfeife richtig zu stopfen braucht man gar nicht soviel, eigentlich nur eine Pfeife, Tabak und seine Finger. Wir gehen jetzt davon aus, dass ihr eure Pfeife schon gefunden habt und auch einen für euch angenehmen Tabak habt ihr euch schon ausgesucht. Wichtig ist, dass euer Tabak nicht zu trocken, aber auch nicht zu feucht ist. Fühlt er sich an, wie der Feinschnitt aus einer Zigarette, dann ist er definitiv zu trocken. Klebt er euch allerdings an den Fingern und hinterlässt beim Reiben zwischen den Fingern einen eher matschigen Eindruck, ist er auf jeden Fall zu feucht. Im Laufe eures Weges als Pfeifenraucher werdet ihr die richtige Feuchtigkeit eures Tabaks sicher noch herausfinden.

Tabakpfeife mit Tabak

Tabakpfeife richtig stopfen – 3 Methoden vorgestellt

Für das richtige Stopfen einer Pfeife schwören die meisten Pfeifenraucher auf eine klassische gängige Methode. Wir haben aber noch zwei weitere gefunden.

Die Drittelmethode

Wenn ihr in einer Runde von Pfeifenrauchern fragen würdet, wie ihr eure Tabakpfeife richtig stopft, würden die meisten euch zur Drittelmethode raten. Sie ist der Klassiker des Pfeife-Stopfens. So geht ihr dabei vor: Nehmt zunächst ca. ein Drittel des für euren Pfeifenkopf benötigten Tabaks und lasst diesen einfach in den Kopf rieseln. Übt keinerlei Druck aus, klopft auch nicht mit der Pfeife, um den Tabak nachsacken zu lassen. Dann nehmt ihr das zweite Drittel des benötigten Tabaks und füllt ihn ein. Hier dürft ihr dann entweder die Pfeife leicht klopfen, damit der Tabak nachsackt, oder ihr drückt leicht mit dem Finger an. Die Betonung liegt auf leicht. Das letzte Drittel des Tabaks dürft ihr dann mit merklich mehr Druck in den Pfeifenkopf einbringen. Probiert, ob die Pfeife zieht. Das war es auch schon!

Die Luftsackmethode

Bei der Luftsackmethode soll in das untere Fünftel des Pfeifenkopfes gar kein Tabak hinein. Diese Methode ist für Anfänger nicht geeignet. Ein bisschen Übung beim Stopfen sollte man schon haben und man sollte seine Pfeife schon gut kennen. Der Grund ist, dass die gesamte Menge Tabak, die in eure Pfeife passt, mit einem Schlag in den Kopf gestopft wird. Dabei muss darauf geachtet werden, dass man zwar mit hohem Druck stopft, aber aufpasst, dass man eben nicht bis unten feststopft. Wir erinnern uns: Das Zugloch muss frei bleiben. Bei der Methode bildet sich eben dieser sogenannte Luftsack im Pfeifenkopf. Auf die Art gestopfte Pfeifen rauchen sich viel leichter als eine Drittelklassiker oder die der dritten Methode.

Die Gravitationsmethode

Auch die Gravitationsmethode erfordert etwas Erfahrung im Umgang mit Pfeife und Tabak. Das Spezielle an dieser Art die Tabakpfeife zu stopfen, ist, dass dies quasi über Kopf geschieht. Haltet den Pfeifenkopf mit der Öffnung nach unten und nehmt ein Drittel der möglichen Pfeifenfüllung.  Stopft diese mit leichtem Druck ein. Dann nehmt ihr den restlichen Tabak und bringt diesen beherzt in den Pfeifenkopf ein. Dreht die Pfeife um. Wenn ihr alles richtig gemacht habt, fällt nichts heraus und die Pfeife zieht auch.

Tabakpfeife richtig stopfen – Spezialfall neue Pfeife

All unsere Stopfmethoden gelten für Pfeifen, die schon eingeraucht sind. Solltet ihr eine Pfeife das erste Mal stopfen, dann tut das bitte auf die Drittelart. Beachtet allerdings, dass ihr die ersten 10 bis 15 Mal eure Pfeife nur zur Hälfte mit Tabak füllen solltet, damit sich eine gute Rußschicht im Innern der Brennkammer, also des Pfeifenkopfes bilden kann.

Tabakpfeife richtig stopfen – So gehts!
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