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Die E-Zigarette erlebt derzeit ja einen wahren Hype. Für viele Raucher ist sie die Alternative zum klassischen Glimmstängel, für andere einfach eine coole Sache. In einem unserer letzten Beiträge haben wir euch die Vor- und Nachteile von Zigaretten und E-Zigaretten etwas näher gebracht. Von der herkömmlichen Zigarette zu einem Verdampfer zu wechseln ist jedenfalls nicht die schlechteste Entscheidung, die ihr treffen könnt. Wer nun beherzt zur E-Zigarette greift, steht schnell vor der Frage: Wie dampft man richtig? Es bedarf keines langen Trainings, zu lernen, wie man eine E-Zigarette richtig raucht. Aber in einigen wichtigen Punkten unterscheidet sich die E-Zigarette von der klassischen Kippe und macht es gerade früheren Tabakzigaretten-Rauchern anfangs bein bisschen schwer.

Die feinen Unterschiede zwischen E-Zigarette und normaler Zigarette

Der größte Unterschied zwischen herkömmlichen Zigaretten und E-Zigaretten ist wohl , dass man eben nicht raucht. Es wird nichts verbrannt, sondern die E-Zigarette ist eigentlich ein Verdampfer. Bei der klassischen Zigarette gilt: Je stärker man zieht, desto mehr und schneller wird verbannt und desto mehr Qualm entsteht. E-Zigaretten raucht man ganz anders. Hier geht es nicht um schnelles, teils hektischen Ziehen, sondern man sollte viel leichter ziehen. Das Liquid muss erst vom Tank in den Verdampfer kommen, ehe man das Geschmackserlebnis hat und Dampf aufsteigt. Aber noch etwas ist in der Handhabung anders: Man zündet eine E-Zigarette natürlich nicht an wie eine normale Zigarette, sondern drückt lediglich einen Knopf. Allerdings sind die meisten Verdampfer etwas schwerer als die simple Kippenschachtel. Zudem führt ihr vielleicht noch verschiedene Liquids mit euch.

Ein zweiter Unterschied ist eindeutig der des Geschmacks und Geruchs. Eine klassische Zigarette schmeckt eben vor allem nach Tabak. Mit einer E-Zigarette könnt ihr alle möglichen Geschmacksvarianten erleben. Die Liquids gibt es in sehr vielen Mischungen und Varianten. So könnt ihr euch euren Geschmacksvorlieben hingeben und einfach mal ein Erdbeer-Sahne-Bonbon dampfen.

Und drittens ist es noch immer mit einem logistischen Mehraufwand verbunden, immer eine startklare E-Zigarette mit sich zu führen und an Nachschub zu kommen. Mittlerweile führen zwar immer mehr auch kleinere Tabakläden E-Zigaretten und Zubehör, aber Standard ist das noch lange nicht. Und wem unterwegs das Liquid ausgeht oder gar die elektronische Zigarette vergessen hat, dürfte im Supermarkt kaum eine Chance haben, geschweige denn einen Automaten für seinen Genuss finden.

Wie dampft man richtig? – Auf die Zugtechnik kommt es an

Bei der Frage „Wie dampft man richtig?“ geht es vor allem um die Zugtechnik, denn E-Zigaretten dampft man ganz anders als die herkömmlichen Glimmstängel. Ruhig und genüsslich solltet ihr vor euch hindampfen. Bei der normalen Zigarette ist ein Zug meist nur maximal zwei Sekunden lang, beim Dampfen solltet ihr mindestens drei Sekunden leicht ziehen. Der Grund ist ganz simpel in der Technik zu finden. Eine normale Zigarette verbrennt, beim elektronischen Dampfen wird das Liquid, wie der Name schon sagt, nicht verbrannt, sondern im Wendel verdampft. Das Liquid nimmt durch das Verdampfen eine viel größere Oberfläche in eurem Mund ein. Deswegen ist ein sehr viel leichterer, aber umso längerer Zug ausreichend.

Wie dampft man richtig? – Hilfreiche Tipps für die Zugtechnik

  • Feuerknopf betätigen – Das ist die Grundlage für euren Dampfgenuss. Am besten tut ihr das aber noch ehe ihr die E-Zigarette im Mund habt. So kann diese vorglühen. Es wird mehr Dampf erzeugt und die Aromen können sich besser entfalten.
  • Dampft nicht auf Lunge – oder zumindest nicht sofort. Füllt euren Mundraum zunächst mit Dampf und zieht ihn erst nach dem Zug in die Lunge. Dadurch entfalten sich die Aromen noch viel besser, denn ihr schmeckt nicht mit der Lunge, sondern mit den Rezeptoren im Mundraum. Zusätzlich wird dem Dampf mit dieser Technik auch die Möglichkeit gegeben, in euren Nasenraum mit vorzudringen. Wie beim Essen schmeckt eure Nase mit!
  • Atmet nicht nur durch den Mund aus, sondern versucht, auch aus der Nase auszuatmen. Sicher ist das anfangs etwas ungewohnt, aber versucht es einmal. Ihr werdet merken, wie das Geschmackserlebnis sich auch auf das Ausatmen verlängert.

wie dampft man richtig

Wie dampft man richtig? – Vom Lungen- und Backendampfen

Wir haben es eben bei den Tipps schon angeschnitten und das Backendampfen empfohlen. Es gibt aber auch die Methode des Lungendampfens bei der Verwendung einer E-Zigarette. Für welche Art ihr euch entscheidet, liegt nicht so sehr in der Frage: Wie dampft man richtig?, sondern mehr in euren besonderen Vorlieben und Gewohnheiten.

Backendampfen

Beim Backedampfen leitet ihr den Dampf wie oben beschreiben zunächst in den Mundraum, ehe ihr in nach einem langen Zug weiter in die Lunge fließen lasst. Hierbei kommt der Geschmack viel besser heraus.  Die Dampftechnilk wird unter Profis auch lieber Mouth to Lung (MTL) genannt. Wenn ihr Backendampfen wollt, dann empfehlen wir euch Verdampferköpfe mit einem  elektrischen Widerstand von 1,0 Ohm und mehr. Unter den Dampfern hat sich dafür der Begriff Normal-Ohm etabliert. Man kann allerdings auch noch bis zu einem Widerstand von 0,6 Ohm backedampfen (gemäßigtes Sub-Ohm). Wichtig ist vor allem Leistung und Temperatur. Der Zugwiderstand wird durch die Größe des Luftdurchlasses geregelt. Je kleiner das Loch, desto kräftiger muss gezogen werden.  Mit dem Airflow Control (AFC) moderner E-Zigaretten passt ihr den Zugwiderstand genau an eure Bedürfnisse an.

Lungendampfen

Wie ihr euch jetzt sicher schon denken könnt, inhaliert ihr den Dampf beim Lungendampfen auf direktem Wege in die Lunge (DTL- direct to lung). Die Technik erzeugt einen schnelleren Flash durch das Nikotin, schmälert aber das Geschmackserlebnis. Oft dampfen ehemalige Raucher oder Raucher auf Entwöhnung „auf Lunge“, weil ihnen das Geschmackserlebnis nicht so wichtig ist wie die Aufnahme von Nikotin. Verdampfer für die Lungen-Technik haben größere Zuglöcher, beim Ausatmen entstehen größere Dampfwolken. Verdampfer für das Lungendampfen bewegen sich im Sub-Ohm– oder im gemäßigten Sub-Ohm-.Bereich. Die Lungendampfer brauchen Akkus, die eine viel höhere Leistung erzeugen als die Geräte zum Backedampfen.

Probleme bei falscher Zugtechnik beim Dampfen

Wenn ihr nun falsch an der E-Zigarette zieht, kommt es nicht nur dazu, dass ihr (fast) nichts schmeckt, sondern auch zu unerwünschten Effekten, die teilweise gesundheitsschädlich sein können.

  • Siffen – Das Siffen ist der häufigste Nebeneffekt beim falschen dampfen. Hierbei läuft das Liquid aus dem Verdampfer aus. Der häufigste Grund ist aber nicht der Verdampfer, sondern der zu starke Zug seines Benutzers.
  • Spritzen – Durch Spritzen oder auch Hochsaugen gelangt Liquid in den Mundraum. Das schmälert den Genuss des Dampfers je nach Liquid, doch beträchtlich.
  • Kokeln – Beim Kokeln schmeckt der Dampf ganz eindeutig verbrannt. Das ist nicht nur unangenehm im Gechmack, sondern kann durch die Freisetzung von Formaldehyd auch gesundheitliche Schäden nach sich ziehen.
  • Trockener Mund – Ein trockenes Gefühl im Mund entsteht dadurch, dass Liquids die Schleimhäute austrocknen können. Dieser Effekt wird durch zu schnelles und kräftiges Ziehen an der E-Zigarette verstärkt. Ein bisschen mehr trinken hilft da unter Umständen.
  • Kopfschmerzen und Übelkeit – Übelkeit und Kopfschmerzen werden vor allem dadurch verursacht, wenn ihr zuviel Nikotin aufgenommen habt. Entweder zieht ihr zu kräftig und in zu schnellen Abständen, so dass ihr anfänglich eine Überdosis an Nikotin zu euch nehmt oder aber, euer Liquid hat eine zu hohe Nikotindosierung. Ein bisschen Experimentieren wirkt hier wahre Wunder. Dass ihr anfangs vielleicht zuviel Nikotin aufnehmt, liegt aber auch daran, dass das Nikotin beim E-Zigarette dampfen ganz anders und später im Gehirn ankommt. In der herkömmlichen Zigarette liegt das Nikotin frei und wird sofort auf direktem Wege ins Gehirn geleitet. Beim Dampfen wird das Nikotin erst nach und nach freigelegt und daher kommt es zu einem wesentlich milderen und verspätetem Flash.

Falsche Zugtechniken schaden aber auch dem Verdampferkopf und lassen seine Lebenserwartung stark schrumpfen. Wenn ihr alle zwei Monate einen neuen Verdampfer kaufen müsst, dann geht das auch bald ins Geld. Doch nicht nur die richtige Technik beim Dampfen verlängert das Leben des Verdampferkopfes, ihr solltet ihn auch regelmäßig reinigen.

Na, habt ihr euch an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt? Wir wünschen auch viel Spaß beim Experimentieren mit Backendampfen und „Durch die Nase Ausatmen“ und feilen schon an den nächsten Themen rund um die Dampfe.

E-Zigarette- Wie dampft man richtig?
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